[42], Virusresistenz von Nutzpflanzen wird vorwiegend durch die transgene Expression des Hüllproteins des entsprechenden Virus erreicht. Dies betrifft nicht nur die Übertragung der Eigenschaft der Herbizidresistenz, sondern auch Merkmale wie Trockentoleranz, Krankheits- und Schädlingsresistenz oder auch erhöhte Erträge. Juli 2003) formuliert. Die auf 13 Richtlinien-Blätter aufgeteilten Methodenbeschreibungen reichen vom Pollenmonitoring über Nachweisverfahren für gentechnisch veränderte Nukleinsäuren und insektizide Bt-Proteine bis zur standardisierten Erfassung wichtiger Indikatorarten wie Amphibien, Wildbienen und Schmetterlinge. Gentechnik-Anbau: Ministerrat schiebt nationale Verbote auf die lange Bank. [75] Einzig ein gentechnisch veränderter Eukalyptusbaum ist in Brasilien für die Holznutzung zugelassen. Der derart veränderte Eukalyptus produziert 20 % mehr Holz als konventionelle Bäume und kann bereits nach fünf statt nach sieben Jahren geerntet werden.[76]. Gegner von gv-Lebensmitteln gaben zu über 80 % an, Gv-Lebensmittel gefährdeten die „natürliche Ordnung“, seien „fundamental unnatürlich“, mit „unakzeptablen Risiken“ und „Gefahren für zukünftige Generationen“ verbunden. Cisgene Pflanzen enthalten nur eine einzige integrierte DNA-Sequenz, die das proteincodierende Gen mit seinen Regulationssequenzen (Promotor und Terminator) enthält. [101], Folsäure (Vitamin B9), die mit der Nahrung aufgenommen werden muss, ist in Grundnahrungsmitteln wie Reis in zu geringer Konzentration vorhanden. So hat das Öl der transgenen Sojabohne PlenishTM,[94] in der von Pioneer Hi-Bred durch RNA-Interferenz ein Gen des Fettsäurestoffwechsels gehemmt wurde, weniger Linolsäure und Linolensäure, aber mehr Ölsäure. [112], Ein signifikanter Teil der Bevölkerung reagiert allergisch auf bestimmte Lebensmittel. Vor ein paar Jahren wechselte die Fast-Food-Kette den Hintergrund für das Unternehmenslogo von Rot auf Grün – als Bekenntnis und Respekt vor der Umwelt, wie es hieß. Einer ökonomischen Analyse der relativ stark konzentrierten Saatgutmärkte für Baumwolle, Mais und Sojabohne in den USA zufolge hatte die Konzentration keine negativen Auswirkungen auf die Innovationsraten. Da Baumwollsamen zur Ölgewinnung gepresst wird, wird der Gossypol-haltige Presskuchen als giftig entsorgt. Im Vergleich zum Agrobacterium-vermittelten Gentransfer müssen hierbei keine spezifischen Gene identifiziert und isoliert werden. [134], Im Jahr 2016 wurden GV-Pflanzen weltweit auf 185,1 Millionen Hektar angebaut. [277] Es gibt bisher keine wissenschaftlichen Hinweise dafür, dass eine mögliche Auskreuzung von Transgenen die Biodiversität des Mais verringern könnte. Dabei spielen unter anderem Aspekte der Ernährungssicherheit, des Umweltschutzes, der Wirtschaftlichkeit und des Verhältnisses der Gentechnik zur „Natürlichkeit“ eine Rolle. USD) erwirtschaftet. [127] Ob solche essbare Impfstoffe, die in transgenen Pflanzen produziert werden, auch für den Menschen entwickelt werden können, ist zurzeit offen. Der Stellenmarkt von stuttgarter-zeitung.de – viele exklusive Jobs & Stellenangebote aus der Region Stuttgart, Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg, Rems-Murr und dem gesamten Bundesgebiet. Eine Metaanalyse von Auskreuzungsstudien bei Mais kam zu dem Schluss, dass ein Abstand von 50 m ausreichen würde, um eine Auskreuzung unter 0,5 % sicherzustellen. [50] [175], Ende Juni 2016 haben mehr als ein Drittel der weltweit lebenden Nobelpreisträger die Mainauer Deklaration unterzeichnet, in der sie Regierungen weltweit dazu aufrufen, Anti-Gentechnikkampagnen allgemein (und die Kampagne von Greenpeace gegen Goldenen Reis im Speziellen) abzuweisen und Landwirten Zugang zu gentechnisch veränderten Saatgut zu ermöglichen. [216] So soll die Resistenzentwicklung von Unkräutern verlangsamt werden, damit Glyphosat weiter effektiv verwendet werden kann. Diese Glyphosatresistenz wurde insbesondere in Mais, Raps, Soja, Baumwolle, Luzerne und Zuckerrüben übertragen. [31], Es ist zurzeit umstritten, ob die Regeln für den Einsatz der entsprechenden Herbizide ausreichen, um einen weiteren Anstieg herbizidresistenter Unkräuter zu vermindern. Auch in Indien wird die Einhaltung von Refugienflächen empfohlen. [302][303], Prinzipiell können mithilfe der Gentechnik Allergene in andere Organismen übertragen werden. Dieses Unterfangen ist sehr langwierig, da aus den Nachkommen über mehrere Generationen Äpfel selektioniert werden müssen, die neben der Resistenz auch die gewünschten Eigenschaften des Kulturapfels besitzen. Von Kritikern wird ein Wert von 0,1 % gefordert, ab der eine quantitative Bestimmung technisch möglich ist. Die Technik erlaubt somit eine Insertion eines Gens an einer genau definierten Stelle im Genom. [195], Neue Verfahren der Pflanzenzüchtung, die seit der Etablierung der ersten Regulierungsmaßnahmen von gv-Pflanzen entwickelt wurden, stellen eine regulatorische Herausforderung dar, weil der Status der aus ihnen hervorgehenden Pflanzen häufig unklar ist. Wissenschaftliche Zweifel an der Sicherheit von Gv-Pflanzen waren in dem Vorschlag nicht vorgesehen, sie sollen weiter in einem für alle EU-Länder bindenden einheitlichen Zulassungsverfahren beantwortet werden. Andere Samen konnten als Nachfolger der ersten Hybridgeneration identifiziert werden, da sie mehrere und verschiedene Transgene aufwiesen. Bei diesem Prozess, der als homologe Rekombination bezeichnet wird, enthält die reparierte Stelle die Sequenz der zugegebenen DNA und somit eine gezielte Veränderung der DNA an einer wohl definierten Stelle. Die Grüne Gentechnik unterscheidet sich von der herkömmlichen Züchtung, indem sie einzelne Gene gezielt transferiert und dabei Artgrenzen sowie andere Kreuzungshindernisse (wie etwa Unfruchtbarkeit) leichter überschreiten kann. Die konventionelle Züchtung benötigt für einen ähnlichen Prozess mehr Zeit und finanziellen Aufwand. Es kann davon ausgegangen werden, dass dieselbe oder eine sehr ähnliche Züchtungsmethode in verschiedenen Ländern als GVO oder nicht-GVO eingestuft werden wird. Ablehnung gentechnisch veränderter Lebensmittel zeigte sich positiv korreliert mit vegetarischer/veganer Ernährungsweise. [88] MaveraTM ist in den USA seit 2006 für den kommerziellen Anbau als Futtermittel zugelassen,[89] hat sich aber auf dem Markt kaum durchgesetzt. [53] Seit 2015 werden 8 verschiedene cisgene Kartoffellinien auch von Agroscope in der Schweiz getestet. Die massenhafte unautorisierte Vermehrung von Bt-Pflanzen und Einkreuzung in lokale Sorten durch die Landwirte widersetze sich den „europäischen Erzählungen von Macht über Bio-Eigentum“. B. BSE oder Dioxin) in den 1990er Jahren stärkere Regulierung zur Folge hatten oder dass das Vertrauen der Konsumenten in die Regulierungsbehörden in der EU niedriger ist. B. Kälteschocks oder radioaktive Bestrahlung) hervorgerufen werden. GAIN Report: EU-27 Biotechnology. [105] Diese Innate Kartoffel weist bei Prellungen kaum Flecken auf und zeigt nach dem Schälen keine Verfärbungen, da die Polyphenoloxidase, die für diese Reaktionen verantwortlich ist, mit der Technik der RNA-Interferenz vermindert ist. [174], Im März 2015 empfahlen die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften – acatech und die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften, das Recht auf nationaler und europäischer Ebene solle für die Risikobewertung zukünftig vor allem auf die spezifischen Eigenschaften neuer Pflanzensorten und nicht auf den Prozess ihrer Erzeugung abstellen. [51] Seit 2009 werden cisgene Kartoffeln mit mehreren Resistenzgenen gegen Phytophthora von der Universität Wageningen (Niederlanden) in mehreren europäischen Ländern getestet. Auf diesem Weg werden bei Pflanzen Gallen am Wurzelhals als Lebensraum und zugleich die Produktion bestimmter Nährstoffe, so genannter Opine, ausgelöst. Im Vordergrund stehen die Verbindungen Dicamba,[23] 2,4-D (2,4-Dichlorphenoxyessigsäure),[24] Imazapyr,[25] HPPD (4-Hydroxyphenylpyruvat-Dioxygenase)-Hemmer,[26] ACCase (Acetyl-CoA-Carboxylase)-Hemmer[27] und ALS (Acetolactat-Synthase)-Hemmer (Sulfonylharnstoffe). Wenn das eingebrachte DNA-Stück aus einer kreuzbaren Art entstammt, aber aus mehreren Fragmenten zusammengesetzt ist, spricht man von einer intragenen Pflanze und der Prozess wird als Intragenese bezeichnet. Die Entscheidung fiel auf Basis einer Stellungnahme der Zentralen Kommission für Biologische Sicherheit aus dem Jahr 2012. Daher kann das gezielte Zerstören solcher Gene eine Resistenz vermitteln. Dies wurde durch RNA-Interferenz mit der Asparaginsynthetase in den Knollen erreicht,[107] so dass weniger Asparagin vorhanden ist, das beim Erhitzen in Acrylamid umgewandelt werden kann (Maillard-Reaktion). Thema der Untersuchungen ist unter anderem die Frage, ob Mexiko mit transgenen Sorten seine Abhängigkeit von Importen verringern kann. Sie wurde in den 1980er Jahren von Jozef Schell und Marc van Montagu entwickelt. Die Geflügelwirtschaft füttert seit 2014 wieder Gen-Soja. A. Napier: G. Wu, M. Truksa, N. Datla, P. Vrinten, J. Bauer, T. Zank, P. Cirpus, E. Heinz, X. Qiu: G. Farre, C. Bai, R. M. Twyman, T. Capell, P. Christou, C. Zhu: D. Blancquaert, H. De Steur, X. Gellynck, D. Van Der Straeten: C. M. Rommens, J. Ye, C. Richael, K. Swords: E. M. Herman, R. M. Helm, R. Jung, A. J. Kinney: Y. Wakasa, K. Hirano, A. Urisu, T. Matsuda, F. Takaiwa: K. S. Rathore, S. Sundaram, G. Sunilkumar, L. M. Campbell, L. Puckhaber, S. Marcel, S. R. Palle, R. D. Stipanovic, T. C. Wedegaertner: N. N. Narayanan, U. Ihemere, C. Ellery, R. T. Sayre: C. J. Jiao, J. L. Jiang, L. M. Ke, W. Cheng, F. M. Li, Z. X. Li, C. Y. Wang: E. Stoger, R. Fischer, M. Moloney, J. K. Ma: G. A. Grabowski, M. Golembo, Y. Shaaltiel: M. Sack, A. Hofbauer, R. Fischer, E. Stoger: J. K. Ma, B. Y. Hikmat, K. Wycoff, N. D. Vine, D. Chargelegue, L. Yu, M. B. Hein, T. Lehner: J. K. Ma, J. Drossard, D. Lewis, F. Altmann, J. Boyle, P. Christou, T. Cole, P. Dale, C. J. van Dolleweerd, V. Isitt u. a.: Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Justus Wesseler, Nicholas Kalaitzandonakes: Volker Beckmann, Claudio Soregaroli, Justus Wesseler: Rolf Groeneveld, Justus Wesseler, Paul Berentsen: K. Ramessar, T. Capell, R. Twyman, P. Christou: K. Ramessar, T. Capell, R. Twyman, H. Quemada, P. Christou: Steven H. Strauss, Adam Costanza, Armand Séguin: Y. Devos, M. Demont, K. Dillen, D. Reheul, M. Kaiser, O. Sanvido: Maite Sabalza, Bruna Miralpeix, Richard M Twyman, Teresa Capell, Paul Christou: Sonia Gómez-Galera, Richard M. Twyman, Penelope A.C. Sparrow, Bart Van Droogenbroeck, René Custers, Teresa Capell, Paul Christou: Torbjörn Fagerström, Christina Dixelius, Ulf Magnusson, Jens F. Sundström: N. Kalaitzandonakes, J. Alston, K. Bradford: Thomas Venus, Nicholas Kalaitzandonakes, Justus Wesseler: Robert Finger, Nadja El Benni, Timo Kaphengst, Clive Evans, Sophie Herbert, Bernard Lehmann, Stephen Morse, Nataliya Stupak: F. J. Areal, L. Riesgo, E. Rodríguez-Cerezo: Montserrat Costa-Font, Jose M. Gil, W. Bruce Traill: J. Barkmann, C. Gawron, R. Marggraf, L. Theuvsen, M. Thiel: S. Fan, C. Chan-Kang, K. Qian, K. Krishnaiah: Enoch Kikulwe, Ekin Birol, Justus Wesseler, José Falck-Zepeda: Enoch Kikulwe, Justus Wesseler, José Falck-Zepeda: G. Graff, S. Cullen, K. Bradford, D. Zilberman, A. Bennett: V. Santaniello, R. Evenson, D. Zilberman, G. Carlson (Hrsg. Sofern die Endonuklease, die den gezielten Bruch in der DNA ausgelöst hat, in der Zelle nicht mehr vorhanden ist, kann die durch Genome Editing veränderte Pflanze von einer mit klassischen Verfahren mutierten Pflanze nicht unterschieden werden. [245] Umfragen Ende der 90er Jahre ergaben, dass 35 % der EU-Bürger und 65 % der US-Amerikaner glaubten, dass nicht-transgene Tomaten keine Gene enthielten. Die Studie vergleicht die wahren Kosten von Schweine und Rindfleisch aus Deutschland und dem Mercosur, Wie Gülletransporte antibiotikaresistente Keime und Antibiotikarückstände verbreiten - Testergebnisse von Proben aus Niedersachsen und Auswertung von Transportdaten. [85], Da Phytat Eisen bindet und so dessen Aufnahme im Darm blockiert, kann eine Verringerung an Phytat durch Phytase den Eisenmangel bekämpfen. [149] In Deutschland gibt es die freiwillige Kennzeichnung Ohne Gentechnik, die Vermischungen bis zum EU-Schwellenwert sowie die Fütterung mit Gv-Futterpflanzen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt vor der Schlachtung/Eiablage toleriert. [4], Für den eigentlichen Gentransfer wird diesen Protoplasten entweder Polyethylenglykol hinzugefügt oder es erfolgt ein Transfer nach einem kurzen Stromstoß (Elektroporation), wodurch die Membran durchlässig für die DNA wird. In der EU besteht hingegen eine Kennzeichnungspflicht, die erstens deutlich teurer ist und zweitens suggeriere, dass transgene Lebensmittel ein gesundheitliches Risiko bergen. Herbizide entwickeln können, ist wissenschaftlich unbestritten. Da zur Bekämpfung der Ausbreitung der Krankheit neben Schnitt und Rodung auch das Antibiotikum Streptomycin eingesetzt wird, dessen Anwendung umstritten ist, hat man resistente Apfelsorten gezüchtet (z. Bei dieser Reparatur wird häufig ein Fehler gemacht, so dass an der reparierten Stelle eine Mutation erscheint. November 2010. Pusztai erklärte, dass die mit den transgenen Kartoffeln gefütterten Ratten weniger gesund seien als die übrigen Versuchstiere. Der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen wie Gen-Soja hat massive ökologische Auswirkungen: Der hohe Einsatz von gefährlichen Pestiziden zerstört die Artenvielfalt und führt zu resistenten Unkräutern, die mit immer mehr und giftigeren Spritzmitteln bekämpft werden müssen. Die Eidgenössische Ethikkommission für die Biotechnologie im Ausserhumanbereich geht einstimmig von dem Beurteilungsmodell aus, das grundsätzlich die Möglichkeit gegeben sieht, dass GV-Pflanzen unbeabsichtigte und unerwartete Wirkungen zeigen hinsichtlich pleiotroper, epigenetischer oder kumulativer Effekte. Das Wachstum gewöhnlichen Rapses ist bei dieser Konzentration schwer beeinträchtigt, und dies gilt auch für die meisten anderen Ackerpflanzen. (2010) gehen davon aus, dass Ertragssteigerungen durch Grüne Gentechnik die Lebensmittelpreise senken können, was positive sozioökonomische Folgen für Konsumenten haben kann. a. Bei herkömmlichen Züchtungen, bei denen durch Mutationen ungeplante Veränderungen bereits vorhandener Gene hervorgerufen werden oder durch Kreuzungen bereits im Genpool einer Art vorhandene Gene rekombiniert werden, sind keine derartigen Prüfungen vorgeschrieben. McDonald’s hat Greenpeace gegenüber zugegeben, dass der Preis für sie allein entscheidend ist. Dieser Wert gilt allerdings nur dann, wenn der betreffende Hersteller nachweisen kann, dass es sich bei den Beimischungen um zufällige GVO-Einträge handelt.